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EU in der Krise? Kamingespräch mit Dr. Jörg Wojahn

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Das  Europahaus Graz lud zum Thema „EU in der Krise?“ zu einem Kamingespräch. Jörg Wojahn, der Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich, stellte sich vor den zahlreichen Interessierten den Fragen von Kleine Zeitung-Journalist Klaus Höfler.

Nach der Begrüßung durch die Europahaus-Vorsitzende KO LAbg. Barbara Eibinger-Miedl richtete sich der Fokus der Diskussion rasch auf die aktuelle Flüchtlingsthematik. Jörg Wojahn sprach sich dabei für Hotspots in Griechenland und Italien aus, welche sich bereits im Vollendungsstadium befänden. Hier habe sich in den letzten Wochen innerhalb der Europäischen Union eine gewaltige Beschleunigung in der Entscheidungsfindung abgezeichnet, so Wojahn.  So waren kontroverse Themen früher durch die Vielzahl an Meinungen oft monatelang verschleppt worden, während nun Entscheidungen binnen zwei, drei Wochen getroffen werden.

Zum geplanten Zaun in Spielfeld meinte der Vertreter der Kommission in Österreich, dass dieser in der aktuellen Form rechtlich in Ordnung sei. Wojahn sprach sich aber beim Europahaus-Kamingespräch eher für ein Modell wie an der slowakisch-ukrainischen Grenze aus. Dieses kommt ganz ohne Zaun aus, verhindert illegale Grenzübertritte jedoch durch Bewegungssensoren, Kameras und spezielle Scanner. Wojahn wies ebenso darauf hin, dass man europaweit im Frühjahr die Hilfe für UNHCR-Lager zurückgefahren hat und ein derartiger Flüchtlingsstrom somit abzusehen war. Eine derartige Überforderung wie derzeit in Österreich sei ihm daher nicht erklärbar.

Auf die Frage von Höfler, wie die Europäische Union als Gobal Player zu sehen sei, meinte Jörg Wojahn, dass die Europäische Union eine klassische „Soft Power“ ist – ein Staatenbund, der seine Interessen lieber diplomatisch als mit Waffen durchsetzt. Weiters nahm der EU-Vertreter im Rahmen des Gespräches auch zu Themen wie Brexit, Grexit sowie zum Sozialdumping durch Niedriglöhne innerhalb der EU-Staaten Stellung.

Auch die zahlreichen Gäste hatten die Möglichkeit, Fragen an den Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich zu stellen und den Meinungsaustausch im Anschluss im Rahmen eines gemütlichen Ausklangs zu vertiefen.

Fotos unter: http://www.europahaus-graz.net/index.php/bildergalerie/kamingespraech-2015.html

Zitat

Die Einheit Europas war ein Traum weniger. Sie wurde eine Hoffnung für viele. Sie ist heute eine Notwendigkeit für alle.

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