• Lia Gobiet

Zur Verfügung gestellt von der EU: Sneakpeek der Vorteile für StudentInnen im Ausland

Von Bankkonten, über Handyrechnungen hin zu Arztbesuchen. Kein Problem: wir leben ja in der EU. So oder so ähnlich könnte ein Werbespruch der EU für StudentInnen im Ausland klingen. Doch ist es wirklich so einfach wie es sich anhört? Mit diesem Blogbeitrag komme ich wieder einmal auf die vielen Sorgen zurück, die man sich macht, bevor man ins Ausland geht. Heute am Programm stehen klassische Sorgen bezüglich der ,,bürokratischen Länderbarriere‘‘. Doch welche Sorgen sind gerechtfertigt, welche nicht und von welchen weißt du gar nicht im Vorhinein?


Ich beginne mal einer versteckten Sorge: Handyrechnungen. In den Urlaub zu fahren und eine österreichische Nummer zu verwenden ist kein Problem- es gibt keine zusätzlichen Gebühren. Die Nutzung von mobilen Daten und ,,normales‘‘ Telefonieren sollte dir zum gleichen Preis wie im Inland zur Verfügung stehen. Das gilt jedoch nur, wenn man mehr als 50% seiner Zeit innerhalb drei Monate im Inland verbringt. Anderenfalls verletzt man die ,,Fair-Use-Policy“ der Telefonanbieter. Bemerkt dies dein Telefonanbieter, so muss man draufzahlen. Für mich bedeutete das: der Wechsel zu einer niederländischen Nummer. Dieser Wechsel verläuft aber wiederum durch den Fakt, dass wir in der EU leben, reibungslos. Die einzige wirkliche Änderung ist die Vorwahl. :)


Eine andere Sorge, die vor der Abreise präsent ist, ist die Benutzung seines österreichischen Bankkontos im Ausland. Eine der vier Freiheiten der EU ist ,,der freie Kapitalverkehr“. Dementsprechend ist diese Sorge leicht zu nehmen: dein Bankkonto funktioniert auch im Ausland ohne Probleme. Bezüglich spezifischer Karten, wie zum Beispiel einer Kreditkarte und dessen Benützung im Ausland, würde ich empfehlen bei deiner Bank selbst nach ihren Nutzungsrichtlinien nachzufragen- nur um sicher zu gehen. Solltest du doch ein Konto im Ausland aufmachen wollen, aus Gründen wie zum Beispiel einem Job, so läuft das, genau wie der Telefonnummernwechsel, reibungslos ab.


Eine weitere Sorge, die bei mir persönlich auch für Unklarheiten sorgte, war meine Krankenversicherung und ihre Gültigkeit im Ausland. Auch hier kann ich dich beruhigen: Jede/r EU-BürgerIn ist bei einer ,,europäischen Krankenversicherung“ versichert, sichtbar auf der Rückseite unserer ,,E-Card“. Mit dieser Versicherung kannst du auch im Ausland zu Grunduntersuchungen gehen, ohne immens hohe Preise zu zahlen. Außerdem kannst du immer bei der/dem besuchten Ärztin/Arzt nachfragen, ob die ,,europäische Krankenversicherung‘‘ in dessen Praxis akzeptiert wird.


Unterm Strich habe ich persönlich bei oder nach meinem Umzug fast keine bürokratischen Barrieren erfahren. Der Grund dafür: ich bin EU-Bürgerin und wechsle meinen Wohnort innerhalb der Grenzen der EU-Mitgliedsstaaten.


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